Neun Tage lang und jeweils acht Stunden verbrachte Ruderwart Michael Stoffels auf der Boot. Denn: Auf der weltweit größten Wassersportmesse war der Neusser Ruderverein beim Stand des Deutschen Ruderverbandes vertreten.
Mit dem Ergebnis ist er zufrieden: Die Messe sei stark besucht gewesen, besonders am Wochenende habe der Ruderverein viele Familien betreut, unter der Woche suchten vor allem Schulklassen den Stand auf. Dort konnten sie erleben, wie es sich anfühlt, auf dem Wasser unterwegs zu sein: VR-Brillen zeigten den Teilnehmern Bilder vom Rudern auf dem Rhein an der Fleher Brücke oder mit Rennbooten im Neusser Hafen, auf dem Ergometer konnten sie selbst mitrudern. Bei den Schulklassen und größeren Gruppen wurden eher kleine Rennen gegeneinander ausgefahren, erzählt Stoffels. „Auch aus dem Ausland bis hin zur Türkei gab es viele Privatbesucher, die das Angebot nutzten“, erzählt der Ruderwart.
Neusser Besucher seien jedoch eher die Ausnahme gewesen. Stoffels macht darauf aufmerksam, dass am 8. Februar ab 15 Uhr Ruderkurse für Kinder und Jugendliche starten. Am 22. Februar beginnen um 17 Uhr die Kurse für Erwachsene im Bootshaus am Sporthafen Grimlinghausen.
Stoffels stand mehrmals auf der Bühne „World of Paddling“ und präsentierte Interessierten verschiedene Aspekte des Rudersports. Sein persönliches Highlight sei jedoch das Gemeinschaftsgefühl während der Messe gewesen: „Wir mussten uns keine Sorgen machen, den Stand zu besetzen“, sagt er. Mit jeweils drei bis vier Personen sei der Verein vertreten gewesen, die Mitglieder haben sich gerne einbringen wollen, lobt er. Und als der Geschäftsführer der Kanu-Abteilung der Holzheimer SG, Florian Neumann, auf der Messe in der Kategorie „Junges Engagement“ des Kanu-Verbandes NRW geehrt wurde, saß Stoffels im Publikum.
Aber auch für anstehende Pläne des Rudervereins hat sich durch die Teilnahme so mancher Kontakt ergeben. „Mein Schreibtisch ist voll mit Visitenkarten“, sagt Stoffels. Nachdem der Verein ein Projekt für Ruder-Wanderfahrten auf dem Ebro und dem Mittelmeer präsentiert hatte – das sich durch einen Kontakt mit der regionalen Tourismusverwaltung in Katalonien in Spanien ergeben hatte –, haben sich andere Interessenten aus verschiedenen Ländern gemeldet. So seien etwa Tourismus-Anbieter aus der Türkei, Israel und Kroatien am Stand vorbeigekommen, die ähnliche Angebote in Kooperationen mit Ruder-Clubs vor Ort ins Auge fassen, erzählt Stoffels.
Auch im nächsten Jahr plant der Verein, auf der Boot vertreten zu sein. Diesmal sei es sogar denkbar, dass der Ruderverein seine Boote in einem Wasserbecken Besuchern zum Ausprobieren anbieten kann, deutet Stoffels an.
(sku jasi)







