Jugendwanderfahrt auf der Donau
Freitag, 14. September 2018


Nachdem einige Jugendliche letztes Jahr zusammen mit Michael Stoffels auf der Weser unterwegs gewesen waren, kam uns die Idee, doch mal selbst eine Wanderfahrt OHNE Erwachsene zu unternehmen. Aus der Idee wurde schnell Realität, und wir beschlossen zwar zeitgleich mit den Erwachsenen, aber dennoch alleine als Jugend auf der Donau auf Wanderfahrt zu gehen.

Natürlich gab es einige Bedenken jeglicher Art, weshalb die Jugendlichen, die hauptsächlich Rennruderer waren, zunächst einmal zum Steuern auf dem Rhein verdonnert wurden. So fuhren wir am Freitag direkt nach dem Ferienbeginn zusammen nach Ingolstadt. Die erste Etappe führte uns von Ingolstadt am wunderschönen Kloster Weltenburg vorbei bis nach Kelheim. Doch leider hatten wir schon nach den ersten hundert Metern Rudern mit einem großen Problem zu tun. Leider brach nämlich eines der Holzskulls durch und wir mussten mittelfristig für Ersatz sorgen. Wir waren sehr glücklich, dass Michael ja auch auf der Erwachsenenwanderfahrt war, sodass er es glücklicherweise schaffte, in Ingolstadt Ersatz für uns zu besorgen. So starteten wir mit großer Verspätung erst richtig und kamen am frühen Abend in Weltenburg an. Dennoch musste natürlich das Kloster besucht werden und die weltberühmte Braukunst der Mönche gewürdigt werden, sodass wir erst gegen 9 Uhr in unserer Unterkunft in Kelheim ankamen.

Am nächsten Tag ruderten wir weiter nach Regensburg. Auf dieser Etappe konnten wir endlich alle die Donau völlig stress und problemfrei genießen und uns am Abend noch das schöne Regensburg angucken, wobei wir auch die Erwachsenengruppe trafen.

Der 3. Tag sollte der anstrengendste der gesamten Wanderfahrt werden. Es stand uns nämlich eine 66 km lange Mammutetappe nach Straubing bevor. Was wir nicht wussten war, dass die Etappe nicht nur sehr lang, sondern auch noch fast ohne Strömung ist, was die Etappe natürlich noch anstrengend machte. Daher hatten wir leider auch keine Zeit, uns die berühmte Walhalla anzuschauen, sondern mussten nach einem kurzen Mittagsstop zum Einkaufen weiterfahren, um so schnell wie möglich zur Grossschifffahrtschleuse vor Straubing zu kommen, wo wir zusammen mit den Erwachsenen geschleust wurden. So kamen wir erschöpft in Straubing an. Dort schliefen alle nach dem Essen und ein paar gemeinsamen Gesellschaftsspielen schnell in ihren Schlafsäcken ein.

Die nächste Etappe führte uns nach Deggendorf. Weil die Etappe nur sehr kurz war nutzten wir die Zeit und kühlten uns einige Male im Fluss ab, bevor wir im Ruderverein in Deggendorf ankamen. Am Abend beschlossen wir nach dem Essen im Ruderverein alle zusammen nochmal die Altstadt unsicher zu machen, da auch die letzten zwei Etappen ähnlich kurz werden würden und wir am nächsten Tag ausschlafen konnten. Also starteten wir am nächsten Tag alle ausgeschlafen gegen Mittag, nachdem wir noch eine weitere Wanderruderergruppe aus den Niederlanden und Berlin, die wir auch im nächsten Ort, nämlich in Vilshofen am Abend wieder treffen sollten. Auch diese Etappe gingen wir wieder sehr locker an. Wir hatten uns als zeitliches Zziel lediglich gesetzt vor der anderen Gruppe anzukommen, um uns die besseren Schlafplätze zu sichern. So konnten wir unsere Betten im Kraftraum des Rudervereins mit einem wundervollen Donaublick aufbauen.

Am nächsten Tag folgte schon die letzte Etappe bis nach Passau. In Passau im Kanuclub angekommen folgte zunächst Ernüchterung, da wir zu zehnt in einem viel zu kleinen Raum hätten schlafen sollen. Doch unser Fahrtenleiter Jonas nahm das Problem in die Hand und erreicht glücklicherweise für uns, dass wir im Kraftraum schlafen durften, welcher abermals einen wunderschönen Ausblick auf die Ilz bot. Den nächsten Tag verbrachten wir komplett in Passau und besichtigten die Stadt mit allen ihren Sehenswürdigkeiten. Am Abend fand ein Künstlerfestival in der Stadt statt, weshalb ganz Passau auf den Straßen war. Auch wir nutzten diese Gelegenheit und tauchten etwas in das Getümmel der Menschen ein, bevor wir uns alle zusammen die Lichtshow am Passauer Dom anschauten. Am nächsten Tag ging es dann leider schon wieder zurück nach Neuss. Ich denke, dass ich für alle sagen kann, dass wir viel Spaß miteinander hatten und gerne nochmal eine solche Jugendwanderfahrt machen würden.

Benjamin Nelles

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