Die Trainer des NRV haben alles richtig gemacht!
Mittwoch, 05. Dezember 2018


Überragendes Ergebnis aller Athleten des NRV bei der ersten zentralen Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Dortmund.

Für alle Ruderinnen und Ruderer der offenen Klasse (Senioren A), der U23 (Senior B) und der schweren Ruderinnen und Ruderer im Bereich U19 (Junior A), die sich in der kommenden Saison für höhere Ziele qualifizieren wollen, war an diesem Wochenende ein Pflichttermin in Dortmund. Die Senioren (A und B) mussten am Samstag auf dem Ergometer über die klassische Renndistanz von 2000m ihre Physis zeigen und dann am Sonntag auf dem Kanal im Kleinboot (Einer für die Skuller oder Zweier-ohne für die Riemenruderer) über 6000m ihre individuellen ruderischen Qualitäten unter Beweis stellen. Die Junioren, die schon vor Wochenfrist ihre Ergometertests gefahren waren, mussten „nur“ über die Langstrecke. Für B- Junioren und „leichte“ A-Junioren war die Langstrecke regional für den NWRV (Nordrhein-Westfälischen Ruderverband) ausgeschrieben.

Die Ergebnisse in Kurzform: Vera Spanke ruderte sich in die Vorauswahl für die Besetzung des olympischen leichten Frauendoppelzweiers, Cosima Clotten überzeugte mit der schnellsten Zeit der U23-Ruderinnen im leichten Einer, Benjamin Nelles und Johannes Neubauer überzeugten sowohl mit guten Ergo-Werten wie auch mit einem zweiten Platz auf der Langstrecke im leichten U23-Männer-Zweier-ohne, Helena Spanke und Olivia Clotten gewannen den schweren Junior-A Zweier-ohne Cece Sommerfeld belegt in diesem Rennen mit ihrer Krefelder Partnerin Pia Renner den fünften Platz und im leichten Junior-A Zweier-ohne der Jungs konnte sogar der erste (Tom Hagmanns + Freddy Trappen) und zweite Platz (Till Lubrich mit Georg … (vom WSV Düsseldorf))eingefahren werden. Ben Goslich konnte in dem großen Feld des schweren Junior A-Zweier-ohne den 9 Rang erreichen.

Und nun der Reihe nach:

Alex Höffgen, unsere Top-Athletin im schweren Senior-A-Bereich, trat auf Bitten des Bundestrainers nicht an, damit sie sich bei den widrigen Wetterverhältnissen nicht noch schwerer erkältet, damit sie ab kommendem Mittwoch ins Trainingslager fahren kann. Sie ist der Kern eines neu zu formierenden Bootes, das fit für die olympischen Spiele gemacht werden soll.

Vera Spanke wird in der kommenden Saison bei den Seniorinnen A starten. Ziel für Dortmund war, die eigene Bestzeit auf dem Ergometer zu verbessern und auf der Langstrecke möglichst nah an die arrivierten Ruderinnen heranzufahren, um eine kleine Chance zu wahren, in den Kreis derer zu kommen, die für die Besetzung des Doppelzweiers (einzige olympische Bootsgattung bei den Leichtgewichten) herangezogen werden. Mit 7:09.4 konnte sie ihre Ergo-Bestzeit um über 4 Sekunden verbessern und erzielte damit die 3.-beste Zeit! Nur Leonie Pless (Frankfurt) und Marie-Louise Dräger (Schwerin) waren schneller. Katrin Thoma (Frankfurt), die in der zurückliegenden Saison zusammen mit Leonie Pless für Deutschland im Doppelzweier saß, benötigte 5 Sekunden mehr und Fini Sturm (Brandenburg), die 2014 in Rio den Zweier fuhr, kam sogar 16 Sekunden hinter Vera ein. Auf der Langstrecke sollte es dann sogar noch besser laufen! Vera, von den Bundestrainern an sechster Position gesetzt, fuhr ein beherztes Rennen und belegte in 25:20 (min:sek) nur 7 Sekunden hinter Marie-Louise Dräger auf den zweiten Platz. (8 Sek. vor Leonie Pless, 15 Sek. vor Katrin Thoma, 19 Sek. vor Finni Sturm). Nach den Rennen erhielt unser Trainer Christian Stoffels dann vom Bundestrainer die gute Nachricht, dass Vera im Kreis der sechs Ruderinnen ist, die in Hinblick auf Tokio 2020 vom Verband gefördert werden. Vera wird damit schon im Dezember in ein Trainingslager in die Türkei mitgenommen.

Cosima Clotten, die in der kommenden Saison in den U23-Bereich wechselt, überzeugte auch auf ganzer Linie! Auf dem Ergometer fuhr sie persönliche Bestzeit (7:18,3) und war damit fünft-schnellste U23-Ruderin. Im Boot dominierte sie aber alle anderen U-23-Ruderinnen und kam in der Zeit von  25:35 stolze 23 Sekunden vor dem zweitschnellsten Boot Johanna Reichardt, Leipzig) ins Ziel. Beste Voraussetzungen um im ersten Jahr nach Verlassen des Juniorbereiches auf der U23-WM zu starten.

Ihre erste Saison im U-23-Bereich werden ebenfalls Benjamin Nelles und Johannes Neubauer in Angriff nehmen. Die Jugendmeister im leichten Zweier ohne der zurückliegenden Saison wollten direkt zeigen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Auch sie wussten auf dem Ergometer mit eine zweiten (Benjamin) und einem vierten Platz (Johannes) zu überzeugen. Auch auf der Langstrecke gelang ihnen in der Zeit von 23:41 hinter einer Renngemeinschaft aus Essen/Dortmund ein guter zweiter Platz. Schaun wir mal, was da noch geht. Leider gibt es für die Riemenruderer auf der U-23-WM nur den Zweier-ohne, so dass unsere beiden gucken müssen, den Abstand zu verringern. Die Leistung der beiden ist besonders zu würdigen, da Benjamin in der kommenden Saison noch Junior (U-19) ist!

Helena Spanke und Olivia Clotten, die in der kommenden Saison erstmals bei den A-Juniorinnen starten werden, eifern anscheinend ihren größeren Schwestern nach. Direkt in ihrem ersten bundesweiten Vergleich im U-19-Bereich beherrschten sie den Zweier-ohne und fuhren in 26:16 die schnellste Zeit, 24 Sekunden !!! vor der Renngemeinschaft Ulm/Rheinfelden (4. Platz im Achter der letzten U-19-WM). Olivia (7:16) und Helena (7:17) hatten auch vor einer Woche schon auf dem Ergometer die WM-Norm der A-Juniorinnen unterboten. Im gleichen Rennen konnte Cece Sommerfeld mit ihrer Partnerin Pia Renner vom CRC einen hervorragenden 5. Platz erreichen. Beide waren in der letzten Saison noch zusammen im Leichtgewichtsdoppelvierer Deutsche U-19-Meister geworden. In der kommenden Saison versuchen sie bei den schweren Juniorinnen mitzufahren, da es für Leichtgewichtsruderinnen keine Bootsgattungen auf der U-19-WM gibt.

Ben Goslich konnte sich mit seinem Partner Niklas Lebede vom Duisburger Ruderverein recht stark präsentieren. In einem großen Starterfeld belegten sie einen 9. Rang. Damit wurden beide für das nächste Wochenende zu einem Sichtungswochenende mit der Bundestrainerin Sabine Tschäge eingeladen.

Im leichten Junior-Zweier-ohne waren für die regionale Langstrecke des NWRV direkt zwei Boote mit Neusser Beteiligung am Start. Tom Hagmanns konnte mit seinem Partner Freddy Trappen das Rennen erwartungsgemäß in 25:33 für sich entscheiden. Die beiden waren schon in der letzten Saison schnell unterwegs. Till Lubrich fuhr mit seinem neuen Partner Georg Schwabedal vom WSV Düsseldorf auf den zweiten Rang (25:44).

Abschließend lässt sich festhalten, dass es kaum hätte besser laufen können. Christian und Peter Stoffels müssen mit ihrem Training alles richtig gemacht haben! Herzlichen Dank!!

Es liegen leider keine weiteren Bilder vor, da niemand bei dem Regen die Kamera ausgepackt hat. Das vorliegende Bild stammt von der Seite des NWRV

https://www.rudern.nrw/cms/home/fotostrecken/regatten/regatten.xhtml?c25317.gId=346930

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