Cece hatte die Ehre
Samstag, 07. Juli 2018


Von: B. Spanke

Das, was auf der Homepage der “Henley Royal Regatta“ steht, stimmt! „The Henley Royal Regatta is undoubtedly the best-known regatta in the world, held in high regard and with affection by rowers – both active and retired.”

The Henley Royal Regatta findet seit 1839 statt, mit Ausnahme der Jahre des zweiten Weltkrieges. Es starten die englischen Topmannschaften und auch weitere Spitzenmannschaften aus großen Rudernationen wie z.B. Australien, Neuseeland oder den USA. Im Gegensatz zu normalen internationalen Regatten werden die Rennen im KO-System ausgetragen. Auch die Distanz ist britisch – „one mile 550 yards“ bzw. 2112 Meter, zwischen „Temple Island“ bis zur Kurve vor dem „Leander Rowing Club“. Die Regatta trägt in ihrem Namen „Royal“, da diese Sportveranstaltung neben Ascott (Reiten) und Wimbledon (Tennis) immer von dem britischen Königshaus besucht wird und die Pokale von Mitgliedern der Familie überreicht werden.

Cecilia, „Cece“ (Sissi) Sommerfeld, wurde vom Deutschen Ruderverband zusammen mit ihrem Vierer (Pia Otto aus Köln, Pia Renner aus Krefeld, Cece und Maja Gunz aus Düsseldorf), der vor zwei Wochen in Köln Gold im Leichtgewichts-Doppelvierer der Juniorinnen geholt hatte, für den „Diamond Jubelee Challenge Cup“ gemeldet. Dies ist das einzige Rennen für (schwere) Juniorinnen auf dieser Regatta. Die Startplätze sind begrenzt. Die Organisatoren halten aber für ausgewählte Mannschaften ausländischer Rudernationen einzelne Plätze frei. Auf dieser Regatta ist man in illustrer Gesellschaft. So startete Ceces Vierer am Freitag im Anschluss an das Rennen der beiden Olympiasieger im Einer Mahe Drysdale (Neuseeland, 2016) und Olaf Tufte (Norwegen, 2008).

Für den „Diamond Jubelee Challenge Cup“ waren 16 Boote zugelassen. Im ersten „KO-Rennen“ musste unsere rheinische Renngemeinschaft gegen das Boot der Surbington High School antreten. Hoch motiviert ließen sie nichts anbrennen und fuhren mit fünf Längen Vorsprung ins Ziel, nachdem der Kommentator bei "Fawley", ungefähr der Hälfte des Rennens, schon einen Vorsprung „with a gap of clear water“ vermeldete. Hier hätten sie vielleicht etwas Kraft sparen sollen, denn im packenden Viertelfinale gegen das Boot der Latymer Upper School fehlten im Endspurt nur 10 cm, etwas mehr als ein Bugball. In diesem Rennen beeindruckte Ceces Vierer mit einer enormen Willenskraft. Das britische Boot führte 300m vor dem Ziel noch mit knapp einer ¾ Länge. Dann setzten unsere Mädchen zu einem beherzten Endspurt an. Der britische Kommentator war schwer beeindruckt von den „Lightweights“. Der Zieleinlauf wurde in der Liveübertragung mehrfach in Zeitlupe wiederholt und erschien auch in den Highlights, der Zusammenfassung der Höhepunkte des Tages. Schade, dass dieses kleine Stückchen fehlte.

Was für Cece sicher bleibt, ist die Erinnerung und die Gewissheit, an der weltweit bekanntesten Regatta teilgenommen zu haben – eine Ehre.

 

https://www.hrr.co.uk/

https://www.hrr.co.uk/henley-results/search/0/12783/0

Der Vierer von Cece ist unter „Ruderverein Kreuzgasse e.V., Köln Germany“ zu finden, da die Schlagfrau aus Köln stammt.

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