Spaß und Erfolg – 2 x Gold und 4 x Bronze auf den Landesmeisterschaften in Krefeld
Sonntag, 08. Oktober 2017


Am letzten Wochenende fanden in Krefeld auf dem Elfrather See die 40. nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften im Rudern statt. Auch in diesem Jahr kämpfte mit 21 Athleten wieder ein großes Team des NRV um die Landesmeistertitel über die 1000 Meter lange Strecke. Dabei erlebten Ruderinnen wie z.B. Cecilia Sommerfeld, die gerade ein halbes Jahr den Leistungssport Rudern betreibt, diese Tage zusammen mit WM-erfahrenen Ruderinnen wie Alexandra Höffgen oder Vera Spanke und hatten zusammen viel Spaß. Auch für die Top-Athleten bietet der Herbst die Möglichkeit, zusammen mit der gesamten Trainingsmannschaft des heimischen Vereins gemeinsame Tage in einem entspannten Rahmen zu verbringen.

Die Finalrennen waren am Samstag und am Sonntag verteilt, so dass einige Ruderer auch in drei Bootskategorien an den Start gehen konnten. Dafür waren jedoch „Hoffnungsläufe“ wie auf großen Meisterschaften nicht vorgesehen, so dass man schon in den Vorläufen Vollgas geben musste, um sich für die Finalrennen zu qualifizieren. Insgesamt konnten die Neusser Ruderer in zehn  Finalrennen mitfahren und dabei 6 Medaillen erringen, 2 mal Gold und 4 mal Bronze!

Den Reigen der Finalrennen eröffneten am Samstag Paul Niehues, Benedict Antony, Miriam Stammen und Cosima Clotten im Junioren-Mixed-Doppelvierer mit einem 5. Platz.

Johannes Neubauer sorgte im leichten-Junior-A-Einer für die erste Medaille. Nach einem souveränen 2. Platz im Vorlauf konnte er sich die Bronzemedaille sichern. Beinahe wäre ihm dieser Platz noch aus den Händen geglitten, da er im Endspurt einen kapitalen Krebs gefangen hatte.

Für das erste Gold sorgten Alexandra Höffgen und Vera Spanke im Frauen-Doppelzweier. Sie mussten zwar keinen Vorlauf fahren hatten dafür aber sehr gute Gegnerinnen. Im Boot der RR ETUF Essen saß mit Mareike Adams die Olympiateilnehmerin in dieser Bootsklasse und im Boot vom RV Waltrop mit Franziska Kampmann eine der herausragenden deutschen Skullerinnen im U23-Bereich. Sie saß in diesem Jahr im schweren U23-Doppelvierer, der auf der WM in Plowdiv die Bronzemedaille holte. Alex und Vera hatten in den letzten Wochen ab und an zusammen trainiert und harmonierten trotz ihrer unterschiedlichen Physiognomie erstaunlich gut. Allerdings klappte der Start nicht so gut, so dass sie nach der Startphase erst an dritter Stelle lagen , über eine Länge hinter den mitfavorisierten Booten aus Essen und Waltrop. Auch 250 Meter vor dem Ziel langen Alex und Vera noch zurück. Der Regattasprecher sagte schon, dass der Sieg zwischen  Essen und Waltrop ausgefahren würde als Alex das zeichen zum Endspurt gab und Vera auf Schlag „die Kurbel drehte“. Zur Verwunderung des Regattasprechers fuhr das Neusser Boot immer näher heran, zog gleich und brachte auf den letzten Schlägen seinen Bugball in Front. 6 Zehntel vor Essen – Gold!!!

Der Junioren-Achter des NRV besteht fast ausnahmslos noch aus leichten B-Junioren (15 und 16 Jahre)[Frederic Trappen, ben Golisch, Simon Lambertz, Jonas Jordans, Ben hagmanns, Benjamin Nelles, Tom hagmanns, Nico Leffke und Steuerfrau Amelie Düppers], musste aber gegen schwere A-Achter antreten. Der starke böige Gegenwind machte das Vorhaben „Medaille“ nicht einfacher. So kämpften unsere Jungs angetrieben von Steuerfrau Ameliein Düppers in dem vollen Achterfeld, konnten am Ende die Boote aus Leverkusen, Münster und Dortmund nicht halten.

Vera Spanke ging 1 ½ Stunden nach ihrem Erfolg im Doppelzweier auch im schweren Frauen-Einer an den Start. Für sie als Leichtgewicht war der böige Gegenwind auch nicht förderlich. Sie lieferte aber auch in diesem Rennen einen guten Kampf, konnte aber im Endspurt nicht mehr ganz nach vorne kommen. Trotzdem Bronze – herzlichen Glückwunsch.

Die letzte Medaille des Samstags holte Veras Schwester Helena zusammen mit Cecilia Sommerfeld. Hier muss man die Leistung beider besonders hervorheben, da Cecilia erst seit einem halben Jahr Rennrudern betreibt. Bisher hatte Cecilia leistungsmäßig geturnt. Sie hat echtes koordinatives Talent! Ihren Vorlauf konnten beide gewinnen und deuteten damit an, dass eine große Überraschung gelingen könnte. Auf den letzten 300 Metern waren die zwei Boote aus Waltrop und Meschede  mit etwas über einer Länge vor dem restlichen Feld. Dann folgten aber drei Boote, die um die Bronzemedaille kämpften. Helena und Cecilia kämpften sich nach vorne und gewannen überglücklich ihre Medaille.

Am Sonntag war der NRV in vier Finalrennen vertreten. Den Anfang machten Tom Hagmanns und Nico Leffke im Junior-B-Doppelzweier. Sie hatten sich in dem quantitativ (17 Boote) und qualitativ starken Feld mit einem zweiten Platz für das Finale qualifizieren können. Im Finale konnten Sie leider auch im Endspurt nicht mehr die Boote aus Leverkusen, Waltrop und Essen gefährden, so dass „nur“ der vierte Platz blieb.

Der leichte B-Doppelzweier mit Benjamin Nelles und Frederic Trappen freute sich nach seinem Vorlaufsieg über die Bronzemedaille im Finale. Im Endspurt fehlten nur 9 Zehntel zu Silber.

Etwas unglücklich verlief das Rennen von Cosima Clotten. Nach ihren bisherigen herausragenden Ergebnissen dieser Saison (Deutsche Meisterin im leichten Juniorinnen-Einer) kommt sie bisher im Herbst noch nicht ganz in Fahrt. Allerdings hatte sie auch ein erlesenes Feld. Die Siegerin Klara Thiele war dieses Jahr Silbermedaillengewinnerin auf den Junioren-Europameisterschaften im Doppelvierer, Marie Treppke hatte schon den B-Einer gewonnen und Lena Sarassa hatte in diesem Jahr auf der Junioren-WM eine Silbermedaille im Juniorinnen-Achter errungen.

Einen goldenen Abschluss lieferte dann am späten Nachmittag unser Frauen-Doppelvierer mit den Schwestern Miriam und Alina Stammen, Alexandra Höffgen und Vera Spanke. Diesmal musste man 4 Boote in den engeren Kreis der Medaillenanwärter nehmen. Neben den Ruderinnen aus Waltrop und Essen war auch der Düsseldorfer Vierer mit Leonie Menzel (Silber im 4x-, Junioren-WM) und Lara Richter (Silber im 4x-, U23 Europameisterschaften) stark eingeschätzt. Der Neusser Vierer kam in diesem Rennen, wie im Doppelzweier, wieder nur langsam in Fahrt. Nach dem Start waren Waltrop und Düsseldorf erst einmal weg. Aber im weiteren Rennverlauf kam das Boot immer besser ins laufen und war sogar schon 300 Meter vor dem Ziel leicht in Front. Nun wollte aber der Essener Vierer den Spieß umdrehen und konterte noch einmal auf den letzten Metern. Neuss hielt gegen und konnte einen Vorsprung von knapp vier Zehnteln ins Ziel retten.

Insgesamt konnte das Trainergespann der Brüder Christian und Peter Stoffels mit 6 Podestplätzen im Gepäck sehr zufrieden nach Hause fahren.

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