Guter Start in die Saison, Vera mit Top-Ergebnis
Sonntag, 02. April 2017


Von: Bernhard Spanke

Am zurückliegenden Wochenende fand in Leipzig für Juniorinnen A und Seniorinnen die zentrale DRV-Langstrecke statt. Für die A-Seniorinnen [offene Klasse der Frauen] und die Seniorinnen-B [U23] war zusätzlich noch ein zentraler 2000m-Ergometertest verpflichtend.

Alljährlich rufen die Bundestrainer des Deutschen Ruderverbandes ihre Kaderathleten nach Leipzig, um deren Leistungsstand im direkten Vergleich zu überprüfen. An diesem Wochenende mussten die Seniorenklassen (über 19 Jahre)  am Samstag zunächst auf dem Ergometer ihre physische Leistungsfähigkeit auf der Normaldistanz (2000m) unter Beweis stellen. Am Sonntag stand dann für alle Ruderer die Ausdauer und das technische Können auf dem Prüfstand. Dabei mussten sie über 6000m in das technisch anspruchsvolle Kleinboot (in den Einer für die Skuller und in den Zweier ohne für die Riemenruderer). Auf der Basis dieser Ergebnisse werden Ranglisten erstellt, die bei der Nominierung für die Weltmeisterschaften eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Alexandra Höffgen, die im letzten Jahr noch auf Schlag des Deutschen Frauenachters um die Olympiateilnahme gekämpft hatte, möchte in diesem Jahr im Skullbereich rudern. Sie wechselt wie viele andere aus Unzufriedenheit über das DRV-Trainerteam des Riemenbereiches zu den Skullern. Die Folge ist, dass die Leistungsdichte im Skullbereich immens groß ist. Acht Skullerinnen fuhren unter 6:50 und insgesamt 17 !!!  Skullerinnen unter 7:00 Minuten. Im Riemenbereich schafften es nur drei Ruderinnen eine Zeit unter 7:00 zu fahren. Alex platzierte sich in diesem starken und dichten Feld der schweren Skullerinnen mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 6:46,6 auf Rang 5. Damit lang sie nur 4 Zehntel Sekunden hinter  Ann-Kathrin Thiele, der Goldmedaillengewinnerin  im Doppelvierer von Rio. Auf der Langstrecke lief es nicht so gut wie erhofft. Mit 24:47 Min. belegte sie den 11. Platz. Im Training in Dortmund war sie deutlich enger an ihren Trainingspartnerinnen wie Charlotte Reinhardt (24:17, 2. Platz) und Michaela Staelberg (24:20, 3. Platz) dran.

Vera Spanke fährt in dieser Saison als Leichtgewicht, da sie für die schweren Frauen einfach etwas zu klein, aber viel zu schmal ist. Bei den „Leichten“ ist niemand auf Grund körperlicher Vorteile begünstigt. Niemand darf über 59 Kg wiegen und fast alle wiegen dann auch zwischen 57 und 59 Kg. Um sich für den engeren Kreis der WM-Teilnehmer zu empfehlen, sollte Vera unter die ersten 7 leichten Skullerinnen fahren. Mit ebenfalls einer neuen persönlichen Bestzeit von 7:17,9 Minuten wurde sie Siebte bei den U23-Ruderinnen. Mit dieser Zeit schaffte sie sogar die Norm für die A-Seniorinnen. Aber am Sonntag setzte sie noch einen drauf! Bei ihrer guten Vorstellung bei der Langstreckenregatta auf dem Ortasee vor vier Wochen hatte sie schon gezeigt, dass sie das Boot gut laufen lassen kann. Hier in Leipzig fuhr sie mit 24:44 Min. eine für „Leichte“ herausragende Zeit. Im offiziellen Endergebnis wird sie als schnellste U23-Ruderin geführt, nur von 2 A-Seniorinnen geschlagen. Auf den ersten Aushängen nach dem Rennen war Vera als Vierte gelistet. Hier war Ronja Fini Sturm (in Rio einziges deutsches Leichtgewichtsboot der Frauen, LG2x) noch vor ihr platziert.

Cosima Clotten konnte sich als A-Juniorin noch die Strapazen des Ergotestes ersparen. Sie konnte sich voll auf die 6000m konzentrieren. War sie im Herbst bei der Langstrecke in Dortmund noch etwas unzufrieden, da zwei ihrer Ruderpartnerinnen aus dem „goldenen Doppelvierer“ der U17-Meisterschaften schneller waren als sie, konnte Cosima diese nun alle hinter sich lassen. Mit einer Zeit von 26:16 Minuten wurde sie im großen Feld der schweren A-Juniorinnen Elfte. Mit ihrer Zeit ist sie aber nur 6 Sekunden hinter dem 8. Rang. 8 Plätze werden bei den Skullerinnen für die Junioren-WM vergeben: 4x, 2x, 1x und Ersatz.

Für Pia Stoffels war dieses Wochenende unter dem Thema „Erfahrungen sammeln“ einzuordnen. Der Wechsel von den Juniorinnen zu den Seniorinnen bedeutet halt einen weiteren Schritt in den Anforderungen. Bei den leichten  Skullerinnen belegte sie im Ergotest den 23. Platz und auf der Langstrecke den 25. Platz.

 

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